Doppelte Ernte in Rekordgröße: Bio-Äpfel und Solarstrom beim Obsthof Jehle
Beim Bio-Obsthof Jehle startet der Bau einer Agri-PV-Anlage mit 2,2 MWp Leistung und einem Batteriespeicher mit 4 MWh Kapazität. Nach aktuellem Stand entsteht damit Europas größte Agri-PV-Anlage über Bio-Apfelbäumen.
Zuerst die Anlage, dann die Apfelbäume
Die semitransparenten Solarmodule werden als Schutzdach über der künftigen Apfelplantage installiert. Sie lassen ausreichend Licht zu den Pflanzen durch und können die empfindlichen Kulturen vor Hagel, Starkregen und intensiver Sonneneinstrahlung schützen.
Wenn die Konstruktion vollständig steht, werden darunter die jungen Bäume gepflanzt: Gala-Äpfel, die künftig unter dem Solardach wachsen. So wird die Anlage von Beginn an auf die Anforderungen des Bio-Obstanbaus abgestimmt.
Die Fläche bleibt landwirtschaftlich genutzt und erzeugt gleichzeitig erneuerbaren Strom. Schutzsystem und Stromerzeugung werden damit auf derselben Fläche miteinander verbunden.
Batteriespeicher für eine flexible Vermarktung
Ergänzt wird die Agri-PV-Anlage durch einen Batteriespeicher mit 4 MWh Kapazität. Er ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern und gezielt dann zu vermarkten, wenn die Nachfrage und die Strompreise höher sind.
Damit vereint das Projekt drei Funktionen: Bio-Apfelanbau, Schutz der Kulturen und wirtschaftliche Stromerzeugung. Für den Obsthof entsteht neben der landwirtschaftlichen Produktion ein zusätzliches, langfristig planbares Standbein.
Umsetzung mit regionalen Partnern
Wir planen und realisieren die Anlage gemeinsam mit dem Bio-Obsthof Jehle und dem Maschinenring Tettnang. Das Projekt zeigt konkret, wie Agri-PV im Sonderkulturanbau eingesetzt werden kann: Die Landwirtschaft bleibt im Mittelpunkt, während Schutztechnik und Energieerzeugung intelligent miteinander verbunden werden.