Spatenstich für Agri-PV über Kuhweide in Haslach
Kühe auf der Weide, Solarmodule über ihren Köpfen und ein Speicher für den erzeugten Strom: Mit dem Spatenstich auf dem Hof von Mario Schöllhorn beginnt in Haslach der Bau einer in Deutschland bislang seltenen Form der Agri-Photovoltaik. Die Tiere sollen direkt unter den beweglichen Modulen grasen und dort Schatten sowie Schutz vor Regen finden. Wir planen eine höher aufgeständerte Trackeranlage mit knapp 1 MWp Leistung und einem Batteriespeicher mit 1.600 kWh Kapazität.
Platz für Kühe unter den Modulen
Die Weidehaltung bestimmt die Bauweise: Die Anlage wird höher errichtet als übliche Agri-PV-Trackeranlagen, damit die Kühe ausreichend Platz unter den Modulen haben und die Fläche weiterhin nutzen können. Zugleich können die Module an sonnigen und regnerischen Tagen Schutz bieten.
„Meine Kühe müssen sich auf der Weide frei bewegen können. Deshalb war mir wichtig, dass sie auch unter den Modulen genügend Platz haben. Wenn sie dort zusätzlich Schatten und Schutz vor Regen finden, ist das ein echter Vorteil für die Tiere“, sagt Landwirt Mario Schöllhorn.
Speicher macht Solarstrom flexibler nutzbar
Der Batteriespeicher soll zunächst vor Ort erzeugten Solarstrom zwischenspeichern. So lässt sich der Strom in Zeiten mit höheren Preisen gewinnbringend vermarkten. Diese zeitliche Verschiebung verbessert die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage deutlich. Perspektivisch könnte der Speicher auch Strom aus dem Netz laden und später wieder einspeisen. Ein entsprechend gesteuerter Betrieb kann das Netz entlasten und zur Stabilisierung der Strompreise beitragen.
„Wir planen die Anlage von der Weidehaltung aus. Die Kühe sollen ihren Platz behalten und die Module bieten ihnen zusätzlichen Schutz. Mit dem Speicher können wir die Einspeisung außerdem auf Zeiten mit höherer Nachfrage verlagern. So verbinden wir Tierwohl, Stromerzeugung und Wirtschaftlichkeit auf derselben Fläche“, erklärt unser Co-Founder Mark Kugel.